WOLFGANG SCHILD

RECHTSANWALT

Hinweise "Corona-Pandemie"


Ich bin auch während der Corona-Pandemie für Sie da. Allerdings ist aus Gründen des Infektionsschutzes und im Interesse Ihrer und meiner Gesundheit weiterhin Vorsorge zu treffen. Ich bitte Sie deshalb um Verständnis, dass ich Sie weiterhin nicht persönlich in meiner Kanzlei empfangen kann.

 

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Zur Erläuterung:

Vorsprachen oder Besprechungen in meiner Kanzleiräumen möchte ist erst dann wieder zulassen, wenn hinreichend sicher ist, dass hierdurch keine gesundheitlichen Risiken mehr begründet werden - für Sie bzw. für mich.

§ 3 des Kölschen Grundgesetzes ("Et hätt noch immer jot jejange" - die mutmaßliche Grundlage der aktuellen Lockerungsbemühungen) findet keine Anwendung.


Nach meiner Einschätzung ist auch gegenwärtig davon auszugehen, dass insbesondere persönliche Kontakte in Innenräumen, wie sie etwa bei einer Besprechung entstehen, weiterhin mit gravierenden bis hin zu lebensgefährlichen gesundheitlichen Risiken behaftet sein können.

Ich lasse deshalb weiterhin persönliche Vorsprachen oder Besprechungen in meinen Räumen nicht zu.

 

Meine Gründe:


Es dürfte als hinreichend gesichert gelten, dass das Virus (sars-CoV-2) übertragen wird zum Einen (in wohl geringerem Umfang) durch die sog. Schmierinfektion / Kontaktinfektion, ferner durch die sog. Tröpfcheninfektion (Übertragung durch Tröpfchen, wie sie etwa beim Husten oder Niesen entstehen) und hier - dieser Infektionsweg gerät zunehmend stärker in den Blick - durch die sog. aerogene Infektion (Infektion durch Aerosole = Tröpfchen, die kleiner als 5 Mikrometer sind und etwa beim Ausatmen, Sprechen entstehen).

Mehr: RKI-SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)
Info-Sammlung: Corona / Covid 19


Tröpfchen, wie sie beim Husten oder Niesen entstehen, sind relativ groß. Sie fallen dem Vernehmen nach alsbald herunter (Mindestabstand 1,5 m hier möglicherweise ausreichend). Sie können möglicherweise durch herkömmliche Spuckmasken, wie sie jetzt allseits im Gebrauch sind, weitgehend aufgefangen werden, weil der Durchmesser dieser Tröpfchen wohl größer ist als der Faserabstand der vorerwähnte Masken, so dass die Tröpfchen in den Masken hängenbleiben und die Masken deshalb gegen diese Tröpfchen einen gewissen Schutz bieten können.

Dies dürfte wohl aber wohl dann nicht gelten, wenn eine solche Maske permanent getragen und über kurz oder lang durchfeuchtet zum Sammelmedium infektiösen Materials der Stadt und des Landkreises wird.


Aerosole verhalten sich demgegenüber wohl völlig anders: sie sind wesentlich kleiner (kleiner als 5 Mikrometer). Sie fallen deshalb dem Vernehmen nach nicht zu Boden, sondern schweben in der Luft. Dieser Schwebeeffekt wird wohl noch durch den Umstand verstärkt, dass diese Aerosole verdunsten und damit kleiner und leichter werden. Folge: Jedenfalls in Innenräumen dürfte sich die Raumluft zunehmend mit infektiösem Material anreichern. Das Risiko, sich oder andere auf diesem Weg zu infizieren, dürfte derart mit Händen zu greifen sein, dass es im Interesse Ihrer und meiner Gesundheit gleichsam "bis zum Beweis des Gegenteils" ernstzunehmen ist.


Nach meiner Einschätzung gibt es bislang kein Mittel, mit dem dieses Risko hinreichend sicher beseitigt werden kann, um Vorsprachen und Besprechungen in der Kanzlei wieder zuzulassen:


(Masken) Herkömmliche Masken (aus Papier oder Stoff, wie sie derzeit gebastelt werden) dürften gegen solche Aerosole keinen Schutz bieten. Denn der Durchmesser eines solchen Aerosolos dürfte sich im Verhältnis zur Faserdichte einer solchen Maske in etwa ähnlich verhalten, wie der Durchmesser einer Erbse zu den Maschenabständen eines Gemüsenetzes.

Die Richtigkeit dieser Annahme unterstellt, erlaube ich mir, einen Test anzuregen: Nehmen Sie ein Gemüsenetz (eines jender grobmaschigen Netze, in dem Sie sonst Kartoffeln oder Zwiebeln transportieren) und werfen Sie eine Handvoll Erbsen hinein. Die Dinger fallen einfach durch. Ich habe die dringende Vermutung, dass Aerosole die Maschen der herkömmlichen Masken in etwa genauso lässig durchdringen.


(Mindestabstand) Der vielbeschworene Mindestabstand von 1,5 m oder 2 m dürfte allenfalls außerhalb geschlossener Räume geeignet sein, Schutz vor einer aorogenen Infektion zu bieten, etwa wenn und weil Luftbewegungen (Wind) die Teilchen zerstreuen oder wegwehen. In Innenräumen dürfte dieser Abstand wirkungslos bleiben: Ist die Atemluft innerhalb eines Raumes erst einmal hinreichend mit infektiösen Aerosolen geschwängert, dürfte Ansteckungsgefahr an jedem Ort innerhalb dieses Raumes bestehen.

(Lüften) Empfohlen wird, Innenräume ggfls. mit Hilfe von in die geöffneten Fenster gestellte Ventilatoren permanent zu lüften. Ob das immer funktioniert genügt, erscheint mir aber zweifelhaft. Ein nur der Anschauung halber unternommener  "Qualmtest" in den Räumen meiner Kanzlei jedenfalls hat ergeben, dass es selbst dann nicht ohne weiteres möglich ist, etwa den Konferenzraum vollständig und permanent  "qualmfrei" zu lüften (und nicht nur einen qualmfreien Korridor herzustellen), wenn man nicht nur die Fenster und die Tür zum Konferenzraum, sondern auch die Türe zum Treppenhaus öffnet und auf diese Weise für Durchzug sorgt. Und da es sich aber allein schon mit Blick auf das Anwaltsgeheimnis schlicht verbietet, bei einer Besprechung auch die Türe zum Treppenhaus zu öffnen, scheidet Lüften als Schutzmaßnahme aus.

Es bleibt deshalb bis auf Weiteres dabei, dass persönliche Vorsprachen nicht verantwortet werden können und Gespräche weiterhin telefonisch oder via Videokonferenz erfolgen.

 

 

 

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