WOLFGANG SCHILD

RECHTSANWALT

Checkliste § 18a AufenthG

§ 18a AufenthG gilt seit dem 1.1.2009 ("Arbeitsmigrationssteuerungsgesetz"). Die Vorschrift ermöglicht es Menschen, deren Aufenthalt geduldet ist und die im Bundesgebiet eine qualifizierte Berufsausbildung abgeschlossen oder im Bundesgebiet geraume Zeit als Fachkraft gearbeitet haben, eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Die nachstehende Checkliste soll es Ihnen ermöglichen zu überlegen, ob für Sie eine solche Aufenthaltserlaubnis in Betracht kommt. Wenn Sie die nachstehenden Fragen sämtlich mit "ja" beantworten können, kommt die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 18a AufenthG in Betracht. Beachten Sie bitte, dass die Checklisten lediglich eine erste Einschätzung ermöglichen können und sollen! Sie sind nicht vollständig und enthalten insbesondere nicht solche Voraussetzungen, die erst im Einzelfall konkret geprüft werden können.

  • Ihr Aufenthalt wird geduldet?
  • Sie haben im Bundesgebiet eine qualifizierte Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf abgeschlossen?
  • Oder: Sie haben im Bundesgebiet ein Hochschulstudium abgeschlossen?
  • Oder: Sie haben im Ausland einen Hochschulabschluss erworben, der im Bundesgebiet anerkannt wird oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist und üben bereits seit zwei Jahren eine Beschäftigung aus, die diesem Anschluss angemessen ist?
  • Oder: Sie üben im Bundesgebiet bereits seit drei Jahren eine Beschäftigung aus, die eine qualifizierte Berufsausbildung voraussetzt und haben innerhalb des letzten Jahres - mit Ausnahme der Wohn- und Heizkosten - den Lebensunterhalt für sich selbst und für Ihre Familienangehörigen gesichert?
  • Sie verfügen über ausreichenden Wohnraum?
  • Sie verfügen über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache?
  • Sie haben die Ausländerbehörde nicht vorsätzlich über aufenthaltsrechtlich relevante Umstände getäuscht?
  • Sie haben behördliche Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung nicht vorsätzlich hinausgezögert oder behindert?
  • Sie haben keine Bezüge zu extremistischen oder terroristischen Organisationen und unterstützen solche auch nicht?
  • Sie sind nicht wegen einer im Bundesgebiet begangenen vorsätzlichen Straftat zu Geldstrafen von mehr als 50 Tagessätzen (allgemeine Straftaten) bzw. zu mehr als 90 Tagessätzen (Straftaten, die nur von Ausländern begangen werden können) verurteilt?
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