WOLFGANG SCHILD

RECHTSANWALT

Flüchtlings i.S.d. GFK, Voraussetzungen

 

Flüchtling im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention ist, wer

(1) sich außerhalb seines Herkunftslandes befindet

(2) aus begründeter Furcht davor,

(3) (im Falle der Rückkehr) verfolgt zu werden,

(4) wegen nachstehender Gründe:

(a) seiner "Rasse"

(b) seiner Religion

(c) seiner "Nationalität"

(d) seiner politischen Überzeugung

(e) seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe

(5) und den Schutz seines Herkunftslandes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht nicht in Anspruch nehmen will.

Die Einzelheiten - etwa: was ist das "Herkunftsland"? Wann ist eine Furcht begründet? Was ist "Verfolgung"? Was bedeutet "Rasse"? usw.) sind komplizierter und können hier nicht erläutert werden.

Es ist mit Blick auf die hohen Anforderungen, die an die Begründung eines Asylantrags gestellt werden, angeraten, sich möglichst frühzeitig - möglichst vor der Anhörung beim Bundesamt! - anwaltlich beraten bzw. vertreten zu lassen.

Wird im Bundesgebiet festgestellt, dass ein Mensch "Flüchtling im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention" ist, dann erhält er hier eine Aufenthaltserlaubnis mit weitreichenden Rechten. 

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