WOLFGANG SCHILD

RECHTSANWALT

Visum

Das Visum ist ein Aufenthaltstitel, der vor der Einreise in das Bundesgebiet durch die ausländischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland erteilt werden.

Das Visumverfahren soll gewährleisten, dass vor der Einreise geprüft wird, ob ein Aufenthalt erlaubt werden soll.

Das Visum berechtigt zur Einreise und zum Aufenthalt im Bundesgebiet.

Für kurzfristige Aufenthalte im Bundesgebiet, die nicht der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit dienen, werden Schengen-Visa erteilt. Schengen-Visa erlauben die Einreise und den Aufenthalt in allen Schengen-Staaten. Auch Schengen-Visa werden nur für bestimmte Aufenthaltszwecke (z.B. Besuch, Geschäft ...) erteilt.

Soll die Einreise für einen langfristigen Aufenthalt (Bspl.: Studium, Erwerbstätigkeit, Familiennachzug) erfolgen, ist ein nationales Visum einzuholen. Ein nationales Visum darf regelmäßig nur erteilt werden, wenn die zuständige Ausländerbehörde der Erteilung zuvor zustimmt. Die Vertretung der Bundesrepublik gibt in solchen Fällen den Vorgang nach Antragstellung an die Ausländerbehörde zur Prüfung der Zustimmung ab. Verfahren auf Erteilung eines nationalen Visums können daher erhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Nach der Einreise ist bei der Ausländerbehörde der Aufenthaltstitel - regelmäßig: Aufenthaltserlaubnis - für den weiteren Aufenthalt einzuholen. Da die Voraussetzungen für die Erteilung des Visums und die Aufenthaltserlaubnis gleich sind, die Erteilungsvoraussetzungen im Visumverfahren bereits geprüft wurden, bereitet die Einholung des Aufenthaltstitels nach der Einreise regelmäßig keine Probleme.

In Verfahren auf Erteilung nationaler Visa sollte anwaltlicher Beistand in Anspruch genommen werden.

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