WOLFGANG SCHILD

RECHTSANWALT

Wissensmanagement

"Wissensmanagement ist die methodische Einflussnahme auf die Wissensbasis eines Unternehmens (organisatorisches Wissensmanagement) bzw. der eigenen Person (Persönliches Wissensmanagement). Unter Wissensbasis werden alle Daten und Informationen, alles Wissen und alle Fähigkeiten verstanden, die diese Organisation bzw. Person zur Lösung ihrer vielfältigen Aufgaben hat oder haben sollte." (aus: Wikipedia)


Meine Aufgabe als Rechtsanwalt ist es, Sie in Fragen des geltenden Rechts zu beraten und gegebenenfalls zu vertreten - und dies so optimal wie möglich.

Dies kann ich zureichend nur, wenn ich in den Fragen des geltenden Rechts "auf dem Laufenden" bin.

Nun hat das geltende Recht die Eigenart, nicht nur hochkomplex zu sein, sondern auch, sich permanent zu verändern, zu entwickeln.

Diese Entwicklungen vollziehen sich auf mehreren Ebenen.

Sie vollziehen sich etwa auf der Ebene der Rechtsetzung (Gesetzgebung)

- angesprochen sind etwa Entwicklungen in der Ländergesetzgebung, der Bundesgesetzgebung und der europäischen Rechtsetzung (Verordnung zur Änderung der Verordnung ...). Ministerielle Erlasse wirken auf die Anwendung des Rechts durch Behörden ein.

Und sie vollziehen sich ferner etwa auf der Ebene der Rechtsprechung

- Verwaltungsgerichte, Oberverwaltungsgerichte, das Bundesverwaltungsgericht, der Europäische Gerichtshof, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte schütten permanent Entscheidungen aus, in denen das gesetzte Recht ausgelegt wird. Auf diesem Weg erhalten Entscheidungen über den Einzelfall hinaus Bedeutung für das Verständnis und die Anwendung des gesetzten Rechts und wirken so auf dieses Recht ein.

Wissensmanagement hat die Funktion, diese Entwicklungen wahrzunehmen, zu dokumentieren und damit verfügbar zu machen.  Bis diese Entwicklungen erst einmal Eingang gefunden haben in Gesetzestexten, Kommentaren, Fachaufsätzen und andere Fachliteratur, sind sie schon längst eingetreten. Und bis dahin finden Sie diese Entwicklungen nicht an einer zentralen Stelle, sondern verstreut in diversen Datenbanken - in Datenbanken der Länderparlamente, des Bundestages, des Bundesrates, der EU, in Entscheidungdatenbanken der Gerichte (die - dies möchte ich an dieser Stelle einmal erwähnen - zum großen Teil mit Suchfunktionen ausgestattet sind, deren wesentliches Funktionsprinzip das Zufallsprinzip zu sein scheint), juris und anderen juristischen Datenbanken. Wissensmanegement bedeutet also: systematisch - und geduldig - recherchieren und erfassen. Dies erfordert einen enormen Aufwand an Zeit!

Wisensmanagement hat ferner die Funktion, diese Entwicklungen, die jeweiligen neuen Rechtslagen dergestalt zu verarbeiten, dass sie für die Wahrnehmung Ihrer Interessen fruchtbar gemacht werden können. Dies erfordert eine fortwährende kritische Auseinandersetzung mit stattgefundenen oder anstehenden Rechtsentwicklungen. Auch dies erfordert einen enormen Aufwand an Zeit.

Wissensmanagement ist auch in meiner Kanzlei keine Nebensache, keine Feierabendbeschäftigung, sondern eine unabdingbare Voraussetzung für eine zureichende rechtliche Beratung und Vertretung. Wissensmanagement ist deshalb der Mandatsbearbeitung mindestens gleichrangig. Sie findet - wie die Mandatsbearbeitung - während der Arbeitszeit statt in spezifisch hierfür festgelegten Zeitfenstern (montags und freitags und - betrüblich - ausgeprägt gelegentlich auch an den Wochenenden).

Aktuelle Seite: Startseite A-Z INFO W Wissensmanagement